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Ernst Fuchs

Kunstmaler, Architekt und Gestalter

Professor Ernst Fuchs, geboren am 13. Februar 1930.
Als fünfzehnjähriges Wunderkind schreibt er sich an der Wiener Akademie ein.
1946/47 lernt er die Kunst des Surrealismus kennen. Seine Malklasse wird zur Keimzelle der «Wiener Schule des phantastischen Realismus», als deren Hauptvertreter Fuchs gilt.

1990 nahm Ernst Fuchs am zweiten von Urs Tremp organisierten «Symposium für Alchemie» im Stadttheater St.Gallen teil.

1930 in Wien geboren. Vater und Grossvater sind jüdischen Glaubens. In der Nazizeit emigrieren Vater und Grossvater, mehrere Familienmitglieder kommen im Holocaust um. Ernst Fuchs ist als Halbjude zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt. 1942 wird der Zwölfjährige römisch-katholisch getauft.

Nach dem Krieg Studium an der Akademie der Bildenden Künste unter Professor Albert Paris von Gütersloh.
1948 Gründung der vom Kritiker Muschlik so genannten «Wiener Schule des phantastischen Realismus» (zusammen mit Wolfgang Hutter, Arik Brauer, Rudolf Hausner und Anton Lehmden).
1949 Beteiligung an der ersten internationalen Ausstellung des Wiener Art Club in Turin.
Ab 1950 geht er für zwölf Jahre nach Paris. Bedeutende Künstlerfreundschaften mit Salvador Dalí, Jean Cocteau und dem Kreis um Jean-Paul Sartre entstehen.
1952 bis 1956 Reisen nach Amerika, Italien, Spanien und England. Erste grosse Museums- und Einzelausstellungen.

1957 zieht er sich für Monate in das Kloster «Dormitio» in Jerusalem zurück und beginnt seine monumentale «Abendmahl»-Darstellung im Refektorium.
1962 kehrt er als international bekannter Maler in seine Heimatstadt Wien zurück.
In den Sechziger- und Siebzigerjahren schafft er neben den Bildern auch Monumentalskulpturen («Esther», «Moses», «Christophorus») und ist als Innenarchitekt, Möbelentwerfer und Designer tätig.
1972 kauft er die Villa Wagner in Wien-Hütteldorf, die in ruinenhaftem Zustand ist und die er in den folgenden Jahrzehnten restauriert, ausbaut und gestaltet. Ausstellungstournee mit der «Wiener Schule» in Japan.
Mitte der Siebzigerjahre Arbeiten für Film und Bühne, Ausstattung der Opern «Parsival» und «Zauberflöte» in Hamburg, «Lohengrin» in München und des Balletts «Josephslegende» von Richard Strauss in Wien.
1975 bis 1979 entsteht der Aquarellzyklus «Lohengrin». Reisen nach Spanien und Portugal. Philosophische Dichtung und Essays.
1982 werden die grossen Gemälde-Kompositionen für die Villa Wagner fertig. Er signiert als «Feuer-Fuchs» Heiligenbild-Paraphrasen.

Anfang der Achtzigerjahre entstehen die mystisch inspirierten Schallplattenaufnahmen «Von Jahwe», «Via Dolorosa» (Gesänge von Ernst Fuchs).
Internationale Einzelausstellungen folgen, so die Ernst-Fuchs-Retrospektive im Palazzo «Piagiani» in Venedig.
Zum 100. Geburtstag der Villa Wagner wird diese 1988 als Privatmuseum mit der «Sammlung Ernst Fuchs» eröffnet.

1990 nimmt er am zweiten von Urs Tremp organisierten «Symposium für Alchemie» im Stadttheater St.Gallen als Referent und Sänger teil. Das Plakat ziert sein «Rosenkönig».
1990 bis 1994: Ausstellung «Die Phantasten» im Wiener Künstlerhaus und in Leipzig; in Japan als Wanderausstellung.
1993 grosse Ernst-Fuchs-Retrospektive in St.Petersburg, Russisches Museum.
1994 Einweihung, Teilnahme und Mitorganisation der ersten grossen internationalen Ausstellung «Du Fantastique au Visionaire» in der Zitadelle Venedig sowie Ernst-Fuchs-Retrospektive im Schloss Gruyères.
1993 bis 1997 «Apokalypse-Zyklus» (12 grossformatige Ölbilder).
1996 bis 1998 Wanderausstellung «Religion und Mythos».
1997 Projekt Berlin Schlosspalast, «Das grösste Gästebuch der Welt», die CD «Mystische Gesänge» und «Mosesbrunnen» in der Wiener Neustadt.
1999 Ausstellung «Mythos, Phantasie, Realismus», Zitatelle Berlin.

In den zehn Jahren von 1990 bis 2000 entsteht der «Apokalypse-Zyklus» in der Kapelle der Stadtpfarrkirche Klagenfurt.
Nach 15 Jahren wird im Jahr 2000 auch das Brunnenhaus der Villa Wagner (Nymphäum Omega) fertig.
2001: Ausstellung in der «Tretjakov»-Galerie in Moskau; Retrospektive im Palais Harrach in Wien.
Zum 75. Geburtstag im Jahr 2005 erfolgen zahlreiche Würdigungen und Künstlerporträts.

Ernst Fuchs mit Urs Tremp am Symposium für Alchemie 1990 in St.Gallen, Bild: Armando Bertozzi
Ernst Fuchs mit Urs Tremp am Symposium für Alchemie 1990 in St.Gallen
Bild: Armando Bertozzi



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